Lufthansa Hauptversammlung – die Versprechen des Dr. Franz

Hannelore Thomas
Köln, 05. Juli 2013
O F F E N E R B R I E F
Sehr geehrter Herr Dr. Franz
Am 07. Mai 2013 – bis auf 2 Tage sind das 2 Monate her – war die Hauptversammlung der
Lufthansa AG in Köln.
Ich kann es nicht unterscheiden, war es eine Lufthansa AG Hauptversammlung oder ein
Parteitag einer neuen Partei? Wie auf Parteitagen üblich, haben Sie viel gesagt, erklärt,
versprochen und wenig davon umgesetzt.
Zugesagt
Ab 01. Juli 2013 können Consolidator und IATA Reisebüros in GDS Smart und Best Tarife
Ihrer Tochter (Kapitalanteil 100%/ Stimmrechtsanteil 100%) 1:1 als Lufthansatickets
ausstellen. Dafür, dass für dieses Ticket die Lufthansakonditionen greifen, muss der Kunde
eine zusätzliche Gebühr an Lufthansa von 15 EUR pro Strecke dazu zahlen.
Seit 5 Tagen versucht mein Consolidator den von Germanwings ausgewiesenen Bruttopreis
von 448 EUR Smart Tarif Köln-Berlin-Berlin-Köln plus 30 EUR Zusatzgebühr für
Lufthansaticket, macht zusammen 478 EUR, im GDS zu pricen und zu buchen. GDS
berechnet einen Preis von 518,77 EUR, dass sind 40,77 EUR mehr.
Am 07.05.2013 haben Sie auf der Hauptversammlung eine Zusage gemacht und seit dem
01.07.2013 wird Ihre Zusage nicht eingehalten.
Viel schlimmer, die Lufthansa-Kollegen sind über Ihre Zusage nicht informiert, die
Pricesysteme sind Ihrerseits nicht ordnungsgemäß zur Verfügung gestellt. Es sind bisher 2
Tickets als Lufthansa-Tickets ausgestellt worden, weil die Kunden ein Lufthansa-Ticket
buchen wollten. Wir werden Ihnen eine separate Aufstellung der zuviel gezahlten Beträge
zusenden und bitten darum, diese zuviel gezahlten Beträge den Kunden auf ihren in den
Buchungen angegebenen Zahlungsmitteln zurückzuerstatten.
Vergewaltigung Ihrer Tochter
Die Gemanwings war bis zum 07. Mai 2013 und noch einige Zeit weiter zurück eine Tochter
a) bestens organisiert
b) mit freundlichen und hilfsbereiten Kollegen auf der Reisebürohotline
c) preislich für Kleinverdiener, Familien, kurzfristige Buchungen von Geschäftsflügen
attraktiv
d) der Web check in und die Platzreservieren ließen keine Wünsche offen
Zwangsjacke Score für die Germanwings
Seit Ihrer „Regierungszeit“ gehören zum Obersten Stab noch die Controller mit Score. Damit
Sie kostendeckend arbeiten können, wurde die Tochter in eine Zwangsjacke gesteckt, den
Germanwings-Mitarbeitern wurden mal so einfach ca. 1000 Lufthansa-Mitarbeiter „vor die
Nase“ gesetzt . Für alle beteiligten Arbeitnehmer ist das ziemlich demotivierend.
Ergebnis
S t r e i k – Der weitsichtige Geschäftsmann hätte das schon ohne Glaskugel voraussagen
können.
Effizienter/kostengünstiger/profitabler – Abzocken?
Verunglimpfung Ihrer Tochter: ruft man die Germanwingsbuchungsseite auf, drückt der
kleine Finger erschrocken auf die Esc Taste.
Basic – Tarif – das sind ja die früheren Lufthansapreise Köln-Berlin-Berlin-Köln
Bedingungen: lausig – frühere LH-Bedingungen: kundenfreundlich
Smart – Tarif – unangemessen für innerdeutsche Flüge – wird große Freude bei Airberlin
hervorrufen
Best – Tarif – dafür kann man hin und zurück nicht nur nach New York, auch nach
Hongkong, ja in die weite Welt hinaus fliegen
Kundenvertreibungsmethoden:
Kunde ist eingecheckt, sitzt im Taxi, steht im Stau und kann nicht mehr umbuchen, weil er
dafür 3 Stunden vorher die Germanwings anrufen müsste
Oder der zahlt mal so eben im vorhinein – weil er im Stau stehen könnte – zwischen 120 und
250 EUR BONUS zusätzlich an die Germanwings oder richtigerweise an die
KUNDENFREUNDLICHE LUFTHANSA?
Besteuerung
Die Lufthansa fliegt mit 80 % Jet A 1, dass so auch Ihre Aussage auf der Hauptversammlung,
nicht besteuert wird. Das wird bei der Preisberechnung der Tickets nicht berücksichtigt.
Korrekterweise dürften Sie nur die 20 % Biofuel berechnen.
Obwohl gesetzlich nicht gezwungen, fliegen Sie mit Biofuel, dessen Herstellung moralisch
und ethisch nicht vertretbar ist. Auch Biofuel ist nicht CO2 frei. Sie reagieren hier so schnell
wie viele Politiker, obwohl wissenschaftlich nicht nachweisbar ist, dass wir mit dem
„menschengemachten CO2“ auf eine Klimakatastrophe zusteuern. Es gibt DFR. „Der DFR ist
außerdem ein Hochtemperaturreaktor. Bei 1000 Grad Celsius eröffnen sich völlig neue
Möglichkeiten der Prozesschemie, wir vor allem für die Herstellung kostengünstiger
Treibstoffe für Autos und Flugzeuge – komplett CO2-frei in der Herstellung sowie der
Verbrennung.“ Eine bekannte Tatsache.
Fazit: Viele Anwesende auf der Hauptversammlung waren gegen eine Entlastung des
Vorstandes. Es wurde dem Vorstand nicht mehr vertraut und wenig zugetraut.
Leider haben – wohl viele Fondsmanager – für die Entlastung gestimmt.
– Sie haben die Aktionäre um ihre Dividende betrogen
– Sie haben sich Ihre Vorstandsbezüge erhöht
– Sie treten die Zusammenarbeit mit Consolidatoren und IATA Reisebüros mit Füßen
– Sie missbrauchen Ihre Tochter für Score
– Sie verlangen 100% Steuern von den Kunden und zahlen für 80% Jet A 1 keine
Steuern
Im Stadtanzeiger steht: „Er erwarte eine Einigung zu vernünftigen Konditionen, da zu hohe
Tarifabschlüsse die Existenzgrundlage von Germanwings bedrohen würden. „“Der
Verteilungsspielraum im umkämpften Billigflieger-Markt ist gering. Germanwings muss
günstig bleiben.“. fügte Franz hinzu. Der Artikel ist vom 05.07.2013
Herr Franz: wer bedroht hier die Existenzgrundlage der Germanwings? Score und der
Vorstand selbst ? „Germanwings muss günstig bleiben ist verglichen mit den heutigen Preisen
von Germanwings eine Vision von morgen?
Hochachtungsvoll
Hannelore Thomas


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