DFR – Autofahrer haben eine Zukunft – die Luftverkehrssteuer kann abgeschafft werden – Biofuel brauchen wir nicht mehr – Landwirschaft kann wieder für die Ernährung der Menchen genutzt werden

Um die Vorteile des Dual Fluid Reaktors zu verstehen, muss man wissen, was „Atommüll” genau ist. Es gibt hier zwei Arten:
– Aktiniden, aus denen entweder direkt durch Kernspaltung, oder indirekt über einen sogenannten Brutprozess Energie gewonnen werden kann, sowie
– Spaltprodukte, als Ergebnis der Kernspaltung. Diese sind energetisch nicht mehr nutzbar.

Es ist nun eine bemerkenswerte Eigenschaft heutiger Kernreaktoren, dass diese nur 1% der Aktiniden energetisch nutzen können. Außerdem „aktivieren” sie einen weiteren Bruchteil der verbliebenen 99%, welcher dadurch lange vor sich hinstrahlt – im wesentlichen das berühmte Plutonium. Dieses ist zwar auch ein Aktinid, und damit energetisch nutzbar (spaltbar), aber heutige Reaktoren schaffen es einfach nicht, dieses in wirtschaftlicher Weise noch zu nutzen. Dies stellt das nukleare Endlagerproblem dar, d.h. die Lagerung über 100.000 Jahre.

Nutzt man das Plutonium (und einige andere sogenannte „minoren Aktiniden”), schlägt man sozusagen 2 Fliegen mit einer Klappe: Man kann den Brennstoff besser verwerten, und man benötigt kein geologisches Endlager mehr. Diese Erkenntnis ist übrigens nicht neu, und sie hat dazu geführt, dass man weltweit an sogenannten „Schnellspaltreaktoren” arbeitet. Diese neuen Reaktortypen sind prinzipiell in der Lage, den Brenstoff zu 100% zu nutzen und damit keine endzulagernden Abfälle zu hinterlassen.

Der eigentliche Haken liegt in der Wirtschaftlichkeit. Schnellspaltreaktoren, wie sie heute entwickelt werden, sind sehr teuer, und es ist leider so: Ohne Wirtschaftlichkeit nützt die beste Technik nichts. Genau hier aber punktet unser Dual Fluid Reaktor, indem er durch ein patentgeschütztes Verfahren die Prozesse erheblich vereinfacht und dadurch wirtschatlich macht.

Die zweite Art Abfälle, die Spaltprodukte, bestehen fast nur aus kurzlebigen Anteilen, die dafür aber um so stärker strahlen. Kurzlebig heißt hier Halbwertszeiten von bis zu 30 Jahren. Sie tauchen immer unvermeidlich bei jeder Kernspaltung auf, egal, um welchen Reaktortyp es sich handelt. Auch hier punktet der DFR wieder, da die Spaltprodukte nicht in Castoren durch ganz Europa hin- und hergefahren werden müssen, sondern sauber nach Elementen getrennt fertig aufbereitet im Reaktor-Bunker verbleiben. Nach 30 Jahren ist die Aktivität nur noch halb so groß, nach 60 Jahren nur noch ein Viertel, usw. Nach 100 Jahren ist die Aktivität von 90% der Spaltprodukte so gering, dass sie schon entnommen werden können, spätestens nach 300 Jahren ist auch der Rest harmlos. Diese Zeiten könnte man durch einen etwas komplexeren Aufbau des DFR sogar noch erheblich verkürzen, aber das ist letztendlich wieder eine Wirtschaftlichkeitsfrage.

Wenn die Spaltprodukte abgeklungen sind, werden sich unsere Nachfahren (oder vielleicht auch wir selbst) freuen, denn die nun stabilen Metalle sind teilweise sehr wertvolle, seltene Stoffe, die sonst teuer durch Bergbau gewonnen werden müssen und in der Industrie sehr gefragt sind. Hier bekommt man sie für lau.

Zum Biofuel: Der DFR ist außerdem ein Hochtemperaturreaktor. Bei 1000 Grad Celsius eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten der Prozesschemie, vor allem für die Herstellung kostengünstiger Treibstoffe für Autos und Flugzeuge – komplett CO2-frei in der Herstellung sowie in der Verbrennung. Dies ist auch nicht neu, da können Sie jeden Chemiker fragen, aber auch hier gilt wieder: Die Wirtschaftlichkeit zählt. Bisher konnte man dies nur zu exorbitant hohen Preisen machen, mit dem DFR hingegen ergeben sich Preise unterhalb derer für Benzin!

Institut für Festkörper-Kernphysik
gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Forschung IFK mit beschränkter Haftung Leistikowstraße 2 14050 Berlin


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