Vernichtung von öffentlichem Kulturgut durch Grüne und SPD in Köln

Öffentliches Schreiben

 

Sehr geehrter Herr Roters

 

Ich schreibe Sie an in Ihrer Eigenschaft als Oberbürgermeister der Stadt Köln.

Ebenso spreche ich hier aber auch die SPD und die Grünen unmittelbar an.

 

Es geht um das Historische Archiv der Stadt Köln und um die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln

 

Ich habe in den Medien hierzu die Diskussionen verfolgt und mit Entsetzen auch die Entscheidung im Rat der Stadt Köln, hier insbesondere die Haltung der SPD und der Grünen hinsichtlich des Historischen Archivs und der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln.

 

Ich habe den Eindruck, dass Abgeordnete der Kölner SPD und der Kölner Grünen wissen, was ein Fahrrad ist und dass sie vor Dienstleistungsunternehmen in Köln Verkehrsinseln aufbauen lassen um die Anlieferung von Waren zu verhindern , um den Autoverkehr aus der Stadt zu verdrängen.

 

Wenn es um Diskussionen um das Helios-Gelände geht, wird Herr Bauwens-Adenauer seitens der Grünen und der SPD immer darauf hingewiesen, dass „Eigentum verpflichtet“.

 

Die Bedeutung des so gerne benutzen Begriffes für das Heliosgelände scheint aber noch immer nicht richtig verstanden worden zu sein. Deshalb hier etwas Nachhilfeunterricht aus Wikipedia:

 

Wikipedia:

„Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (KMB) ist mit über 400.000 Bänden eine der weltweit größten öffentlichen Bibliotheken zur modernen Kunst und Fotografie. Sie ging 1957 aus den Bibliotheken des Wallraf-Richartz-Museum und der des Kunstgewerbemuseums hervor und wurde 1974 mit dem Rheinischen Bildarchiv zusammengelegt. Im August 2013 wurde die Bibliothek in die Rote Liste des Deutschen Kulturrates aufgenommen und in die Kategorie 2 als gefährdet eingestuft. „

 

Wikipedia:

Das Historische Archiv der Stadt Köln ist das Stadtarchiv von Köln…… Unzerstört überstand das Stadtarchiv Köln den Zweiten Weltkrieg. Mit einem Umfang von etwa 30 Kilometern Archivgut ist es das größte deutsche Kommunalarchiv.“

 

Ich zitiere weiter aus Wikipedia:

„Bereits seit 2009 war geplant, einen Neubau für das zerstörte Historische Archiv im Stadtteil Neustadt-Süd für eine gemeinsame Nutzung mit der KMB und dem Rheinischen Bildarchiv zu planen. Der 2011 als Gewinner aus einem Wettbewerb hervorgegangene Architektenentwurf des Büros Waechter + Waechter in Darmstadt sieht rund 10.400 Quadratmeter Nutzungsfläche für die Bibliothek vor.

 

Ich zitiere: „www.art-magazine.de – 11/07/2013 Szene Kunst-und Museumsbibliothek Köln Seite 3:

xxxZuletzt hatte Oberbürgermeister Roters bei der Trauerfeier zu Ehren der verstorbenen Kunstmäzenin Irene Ludwig den Erhalt der Bibliothek zugesagt. …….“

 

Herr Roters, ich traue Ihnen zu, dass Sie die Bedeutung, Eigentum verpflichtet kennen und das Sie wissen, wie bedeutungsvoll und verpflichtend Ihre Aussage auf der Trauerfreier zu Ehren Frau Irene Ludwig ist.

 

Ich fordere Sie hiermit auf, Ihren Verpflichtungen nachzukommen. Bisher sind Sie diesen Verpflichtungen nicht nachgekommen, statt dessen wollen Sie ein jüdisches Museum bauen???

 

Hier meine Forderungen:

 

  • KMB      und Historischem Archiv die 2009 angedachte Unterkunft zur Verfügung zu      stellen. Sie können auch gegen eine Entscheidung des Rates entscheiden  oder alternativ zurücktreten.
  • Sie      sind gegenüber den Stiftern, den Spender, den Kölner Bürgern, den Kölner      Kindern und der internationalen Gemeinschaft verpflichtet, zunächst die      Schätze und Kostbarkeiten der KMB und des Stadtarchivs ihrem Wert entsprechend angemessen      unterzubringen.

 

Um es noch mal ganz deutlich zu machen: Sie, die Grünen und die SPD gehen mit den der Stadt Köln anvertrauten Schätzen und Kostbarkeiten schludrig um. Mit der Annahme dieser Schätze und Kostbarkeiten sind Sie und die Stadt Köln und der Rat der Stadt Köln eine Verpflichtung eingegangen.

 

Politiker, die das nicht verstehen, vertreten jedenfalls nicht die Interessen der Stifter, der Spender und der Beschenkten. Diejenigen Politiker, die diese Pflichten missachten, sollten zurücktreten.

 

Stattdessen wird von ihnen lautstark der Bau eines jüdischen Museums gefordert, dabei werden die Bürger weitgehend über die Kosten im Unklaren gehalten..

Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Roters, ihrer Pflicht nachzukommen und mir und den Bürgern die tatsächlichen Kosten für das geplante jüdische Museum zu benennen . Wie sie errechnet werden, wird Ihnen und Ihrer Kämmerin nachstehend erklärt:

Auszug aus der Liste der elf Tipps von Tilo Sarrazin, die es zur Vermeidung von Planungngeln und Kostenexplosion zu beachten gilt (Quelle Focus online: http://goo.gl/xVoEo8)

a)   Mache niemals Aussagen zum Kostenrahmen oder zur Durchführung eines Projektes, ehe es nicht so tief geplant ist, dass ausreichend Kostensicherheit besteht.

b    )Je weiter die Planung bei der Entscheidung über den Projektstart und der ersten Veranschlagung der Kosten fortgeschritten ist, umso besser.

c)   Bediene dich bei der Veranschlagung und Kommunikation der voraussichtlichen Kosten im Zweifel folgender Daumenregeln:
(1) Grobschätzung plus 40 Prozent Zuschlag ergeben die geplanten Kosten.
(2) Geplante Kosten plus 30 Prozent Zuschlag für Unvorhergesehenes ergeben die voraussichtlichen Kosten.
(3) Voraussichtliche Kosten plus Inflationsausgleich für die Dauer von Planung und Durchführung von 20 Prozent ergeben die tatsächlichen Kosten.

d)   Nach dieser Daumenregel liegen die tatsächlichen Kosten um 120 Prozent über der Grobschätzung. Wenn es um Tunnelbau und Gründungen in kompliziertem Gelände geht, müssen die o. a. Zuschläge eher noch erhöht werden

e)   Beginne ein Projekt erst dann, wenn die nach der obigen Daumenregel erwartbaren tatsächlichen Kosten durchfinanziert sind.

f)    Vermeide jegliche Planungsänderungen in der Bauphase, mögen sie auch noch so schlüssig und verlockend sein. Das ist das Einfallstor für teure Nachträge und zieht zudem fast immer ungeplante Folgeänderungen nach sich.

Angesichts der unüberschaubaren Kosten und der angespannten Haushaltslage ist zu befürchten, dass das älteste jüdische Denkmal nördlich der Alpen wegen Nichtfinanzierbarkeit zu einer Bauruine verkommt.

 

 

Ich sehe Ihrer Stellungnahme entgegen.

 

Mit vorzüglicher Hochachtung

Hannelore Thomas

 


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