Thema verfehlt Eminenz Woelki

 

Sr. Eminenz

Dem Hochwürdisten Herrn

Rainer Maria Kardinal Woelki

Marzellenstraße 32

50668 Köln

 

 

 

Öffentlicher Brief

Kopie: an die Medien, an die OB-Kandidaten Frau Reker und Herrn Ott und Herr Maas

 

Eminenz

Zunächst möchte ich der Öffentlichkeit mitteilen, dass die Kölner OB-Kandidaten Frau Reker und Herr Ott sowie Herr Maas nicht auf mein Schreiben vom 22. Juni 2015 geantwortet haben.

Ihr Schreiben, Eminenz, kopiere ich hier für alle öffentlich hinein, vor meiner Antwort:

 

 

DER ERZBISCHOF VON KÖLN

 

Frau

Hannelore Thomas

per E-Mai

 

 

Köln, den 13. Juli 2015

 

 

 

Sehr geehrte Frau Thomas,

 

Ihr Schreiben habe ich erhalten. Ich bedauere sehr, dass Sie das Engagement des Erzbistums Köln für die Flüchtlinge durch die Aktion „23.000 Glockenschläge“ nicht gutheißen können.

Zurzeit nehmen Deutschland und Europa nur einen Bruchteil (weniger als 5 Prozent) der weltweiten Flüchtlinge auf. Über 90 Prozent dieser Flüchtlinge hingegen nehmen die unmittelbar benachbarten (Entwicklungs-)länder auf, die selbst mit Armut, Mangelversorgung sowie sozialen und wirtschaftlichen Problemen kämpfen müssen.

 

 

Flüchtlinge sind Menschen, die aus allen Teilen der Welt, dem Nahen Osten, Osteuropa und Afrika zu uns kommen. Krieg, Katastrophen, Verfolgung und bittere Armut haben sie zur Flucht gezwungen. Schreckliche Erlebnisse und Schicksale pflastern ihren Weg zu uns – in eine ungewisse Zukunft. Ihre Flucht war gefährlich und für viele tödlich. Familien wurden auseinandergerissen, Kinder traumatisiert. Wir brauchen – so die zentrale Forderung auch am Abend des 19. Juni 2015 – endlich eine europäische Willkommenskultur und damit legale und sichere Möglichkeiten, nach Europa einzureisen.

 

 

Den Menschen, die nach ihrer langen Flucht bei uns angekommen sind, wollen wir helfen – unter anderem mit der Aktion Neue Nachbarn. Diese Aktion haben wir im November 2014 ins Leben gerufen. Ziel dieser Aktion ist es, eine Willkommenskultur für Flüchtlinge im Erzbistum Köln zu fördern, die Bedarfe von Flüchtlingen stärker in das Bewusstsein zu rücken sowie alle kirchlichen und nicht-kirchlichen Akteure und Initiativen zu vernetzen.

Die derzeitigen Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik verursachen Fragen und Sorgen. Wichtig ist, dass nicht Angst um Wohlstand unser Handeln regiert, sondern die Liebe zu allen Menschen. Das hat uns Jesus Christus bis in den Tod vorgelebt. Die Kirche setzt sich für alle Bedürftigen in Deutschland und weltweit ein. Keinen Menschen dürfen wir dabei vergessen; christlich gesehen ist jede und jeder unser Bruder und unsere Schwester. Im Vertrauen auf den Gott Jesu Christi werden wir dieser Herausforderung gerecht.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Handschriftlich: Rainer Maria Card. Woelki

 

 

Grundsätzlich erstaunt mich, dass Sie am Thema vorbeischreiben und versuchen, einen anderen Kriegsschauplatz zu eröffnen; das Schwerpunkt Thema bleibt dabei unberücksichtigt.

 

1) Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, welche der ehrlichen Hilfe bedürfen.

2) Ich habe etwas gegen Sozial Parasiten, sie unterlaufen unser bis vor kurzem noch stabiles Sozial System und ich habe etwas gegen ungerechte Verteilung an Bedürftige.

Beispiel: wer hat Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut, wer hat die Industrie angekurbelt? es waren  unsere Eltern, die, welche heute mit ihrer Rente nicht mehr um die Runden kommen und weniger Monatsleistung erhalten als „Sozialflüchtlinge“ oder Asylanten, denn die haben ja verbriefte Rechte. ( Sozialamt, Fürsorge usw.)

3) Ich habe etwas gegen Verschwendungssucht sowohl vom Staat als auch seitens der Kirche (wandelndes Beispiel hierfür: Limburg, zurzeit versteckt in Rom). Dese Gelder könnten zur Therapie und Wiedergutmachung für geschändete Kinder sinnvoll verwendet werden. Im bundesdeutschen Strafrecht, wo sich die Kirche ja zusehends auszublenden versucht, gäbe es den Begriff: Veruntreuung bzw. Untreue. nachzulesen in § 266 StGB.

4) Ich bringe den Antrag ein, dass der Prunk Bunker von Limburg geöffnet wird, um dort Asyl- oder Sozialflüchtlinge unterzubringen oder

5) Ich bringe den Antrag ein, geschändete Kinder dort unterzubringen, welche besonderer Betreuung bedürfen durch weltliche Therapeuten!

6) Sie gehen bewusst auf das Thema Kinder nicht ein !!! Aus wohl bedachten Gründen. Wir haben in der BRD massive eigene Probleme und   somit „Dreck vor der Türe“, der noch nicht entsorgt und weggekehrt ist.

7) Wer hat denn seitens der Bischofskonferenz die Aufklärung des  Missbrauches von Kindern – speziell in der BRD- mit aller Macht blockiert, unterbunden und weiteres verhindert? Warum wurde denn der Untersuchungsausschuss aufgelöst?

8) Auch ich kenne die Grundsätze der Bibel, die Sie inhaltlich umfassend in ihrer Antwort in den Vordergrund schieben möchten – die waren aber in meinem Schreiben nicht gefragt. Thema verfehlt.

9) Auch ich kenne die angeblichen 10 Gebote und damit auch deren inhaltlichen Sinn. Wo bleibt eigentlich die Einhaltung derselben seitens Kirche?

Vom Verzicht des Wohlstandes mal ganz abgesehen! Denn der steht doch im Vordergrund: „den eigenen Wohlstand mehren, aber vom Volk alles abverlangen. Fängt schon an bei Betreten der Kirche: „Opferstock. geht weiter: Sammlung während des kirchl. Veranstaltung. geht weiter mit Kirchensteuer, geht weiter mit Beteiligung an der Kapitalertragsteuer (das ist Parasitenverhalten).“Das sind nur die harmlosesten Punkte. Punkteauflistung  kann mit 3 DIN A 4 Seiten erweitert werden.

10) In keinem Satz kann ich lesen, dass sich die Kirche materiell an den Sozialkosten beteiligt, welche sie zwar wortstark fordern aber an andere abschieben. Als weltweit eines der größten und reichsten Wirtschaftsunternehmen beweinen Sie die Armut, horten aber in eigener Sache in die eigene Tasche.

Frage: Zahlen Sie, die Kirche, Vermögenssteuer, Grundsteuer, Kapitalertragsteuer zugunsten des Volkes?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hannelore Thomas

 

 


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