SPD wer blamiert sich mehr? Bitte erst mal vor der eigenen Türe kehren

Alex3n

 

 

Betreff: Eisenkopf-Briefe an die Politik – Das Versagen der SPD in der Bahnpolitik/Verkehr

 

Sehr geehrter Herr Schabedoth, lieber Hans-Joachim, liebe Genossen der „Neuen SPD in RLP, (..liebe zahlreiche „unsichtbare“ Mitleser unter Bcc…) nachdem ich hier, auch zum SPD-Parteivorstand und zu anderen Stellen, nunmehr lange genug höfliche und sachliche Briefe und Bitten zu verschiedenen Themen und Anliegen gerichtet habe, die letztendlich aber allessamt „für die Katz“ waren, änderte ich kürzlich das Ganze. Ab jetzt sende ich sporadisch „offene Briefe“ an meinen lokalen SPD-MdB, mit umfangreicher Verteilung auch im Bcc, in denen ich kein Blatt mehr vor den Mund nehme.Das geht auch immer in BCC auch an den SPD-Parteivorstand in Berlin. Zwischen dem 27.Oktober 1998 und dem 28.Oktober 2009, wurden alle Bundesverkehrs- minister von der SPD gestellt. Franz Müntefering, Reinhard Klimmt, Kurt Bodewig und Manfred Stolpe unter Kanzler Gerhard Schröder. Wolfgang Tiefensee als letzter dieser Reihe unter Kanzlerin Merkel. In der fachlichen Veranwortung dieser Verkehrsminister, fand der größte Kahlschlag am Schienennetz und besonders im Güterverkehr statt, seit Existenz der deutschen Bahnen! Hier ligt eine bedeutsame Ursache darin, daß der Staßenverher immer verstopfter wird und der LKW-Güterverkehr immer mehr wird. In vielen Regionen existiert gar kein DB. Gütertarifpunkt mehr, ab dem man Bahn-Güter aufgeben oder abliefern kann. Unter keinem Vorgänger dieser SPD-Bundesverkehrsminister, wurde soviel Schienen- infrastruktur, stillgelegt, abgebaut und damit für das Gemeinwohl vernichtet! So deut- lich wie ich das hier sage, war das noch nirgendwo zu lesen. Daher wird es mal Zeit dafür. Das bahntechnische Fachwort für diese Extremschrumpfung, war „MORA-C“ und kein CDU-Bundeverkehrsminister hätte so etwas durchzuziehen gewagt. Doch unsere lieben Genossen, waren so frei und so naiv. Dieser Riesen-Kahlschlag war in der Regierung Schröder/Fischer politisch gewollt. Dies wegen dem damaligen Über-Ziel, die Deutsche Bahn lukrativ an die Börse zu bringen und in die Hände von Herrn Hartmut Mehdorn als Bahnchef gelegt, der dann diese Vernichtung konsequent durchführte. Einem Manager auch noch, der von „Bahn“ so wenig Ahnung hatte, daß er sogar die normalen Bahn-Fahrgäste und -Pendler, wie „Fluggäste“ betrachtete und sie allessamt in Buchungssysteme zwingen wollte. Also wurde gestrichen und stillgelegt, also ob es nichts anderes mehr auf der Welt gäbe, als diesen „Bahn-Börsengang“ bis der kläglich scheiterte, Herr Mehdorn mit „Goldenem Handschlag“ extrareichlich beschenkt als Bahnchef aufhörte (um später ebenso erfolglos aber auch bestens bezahlt, am BER-Großflughafen weiterwurstelte. Selbst Bahngüter-Knotenpunkte, wo bisher an jedem Werktag Holzverladung statt- fand oder zig Güterwagen angefallen waren, wurden deswegen stillgelegt und zentralisiert. Oft einfach durch „Nichtreparierenwollen“ an irgendeiner mal defekten Weiche, wie z.B. in Weilburg/Lahn und vielen anderen Orten. Viele Unternehmen und Bahn-Güterkunden protestierten vehement dagegen. Doch alles vergeblich. Heute sind unsere Straßen und Autobahnen mit LKWs verstopft. Vielerorts gibt es keine Gleise und Bahnanschlüsse mehr. Selbst an größeren Bahnhofsknoten liegen keine Gleise und Verladestellen mehr, um überhaupt noch Güterverkehr machen zu können. Ein System, das regionalen Bahn-Managern noch Prämien und Extra- Einkünfte für JEDE abgebaute Weiche bescherte, sorgte für die dauerhafte und „nachhaltige“ Vernichtung dieser ganzen Infrastruktur. Diese damaligen Dinge, können heute nicht mehr korrigiert werden. Abgebaut ist abgebaut. Wenn also da heute noch irgendein schlauer Genosse herkommt und über die tlw. schwachsinnigen Dinge eines Herrn Bundesverkehrsministers von der CSU meckert. Bitte still sein! Unsere Hanseln als SPD-Bundesverkehrsminister, waren noch schlechter und noch schlimmer! In der Schröder-Regierungszeit lief das alles unter Mit-Regierung der GRÜNEN und auch diese Leutchen, sollten heute ganz ganz still sein, wenn sie über Verkehrspolitik und Bahnprobleme meckern. Sie haben das damals alles brav mitgetragen und dürfen deswegen auch heute nicht mehr darüber meckern. Natürlich will das heute so keiner mehr wissen. Das Gedächtnis ist doch so erfreulich kurz… Schauen wir mal, wie da weitergewurstelt wird…

 

Mit freundlichen Grüßen Werner Eisenkopf Runkel/Lahn -seit über 30 Jahren SPD-Mitglied-

 


Kommentare

SPD wer blamiert sich mehr? Bitte erst mal vor der eigenen Türe kehren — 2 Kommentare

  1. Völlig einverstanden, Herr Eisenkopf. Danke für Ihren Beitrag. Die Bahn kann man heute leider fast vergessen.

    Auch Ihre Äusserungen zu der Energie- und Klimapolitik finde ich sehr interessant.

    Es ist sehr erfreulich, dass Stimmen der Vernunft auch von links kommen.

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